Endoskopie
die Grundlage der gastroenterologischen Diagnostik und Therapie.
Gastroenterologie
Endoskopie
Schwerpunkt der Praxis ist die endoskopische Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) und des Dickdarms (Ileokoloskopie oder Sigmoidoskopie). Falls erforderlich, können beide Untersuchungen kombiniert als Magen-Darm-Spiegelung an einem Termin durchgeführt werden. Dazu verfügen wir über äußert dünne Geräte auf höchsten technischen Niveau (hochauflösende Olympus Exera-CV-180 System). Die Endoskope werden in einer validierten Olympus-EDT-Maschine aufbereitet. Die hygienisch einwandfreie Aufbereitungsweise der Endoskope wird regelmäßig im Rahmen der Qualitätssicherung und durch das Regierungspräsidium geprüft und zertifiziert.
Bei der „Magenspiegelung“ können wir mit Hilfe eines Biopsie-Schnelltestes das Vorhandensein des Magenbakteriums Helicobacter pylori und einen Laktasemangel als Hinweis für eine Milchzuckerunverträglichkeit testen (keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen).
» Flyer Helicobacter pylori-Schnelltest
» Flyer Lactase Biopsie-Schnelltest
Für die Endoskopie muss der Patient, auch aus juristischen Gründen, aufgeklärt werden und eine Einverständniserklärung unterschreiben.
» Aufklärung Koloskopie
Für den Fall, dass Patientinnen nur von einer Ärztin untersucht werden wollen, besteht bei uns auch diese Möglichkeit.
Sanfte Endoskopie
Durch eine Sedierung (Dormicum®) oder Kurznarkose (Propofol®) bekommt der Patient von der Untersuchung nichts Unangenehmes mit und es bestehen optimale Bedingungen für den Untersucher. Während und nach der Sedierung/Narkose unter Sauerstoffinsufflation erfolgt eine kontinuierliche pulsoxymetrische Überwachung von Sauerstoffsättigung/Herzfrequenz und Blutdruck. Die Ärzte unserer Praxis verfügen über intensivmedizinische Erfahrung und sind in Besitz der Fachkunde Rettungsdienst und das Praxisteam wird regelmäßig in Sedierungskursen geschult.
Durch die Zusammenarbeit mit der Anästhesistin Dr. R. Feldhues sind auch Vollnarkosen bei Kindern und Jugendlichen (ab 12. Lebensjahr) und Risikopatienten (z.B. starkes Übergewicht, ausgeprägte Herz-Kreislauf-Erkrankungen) bei uns möglich.
Um eine Darmspiegelung durchführen zu können, muss der Darm mit Luft ausgedehnt werden. Das kann nach der Untersuchung zu einem Blähungsgefühl führen, das vom Patienten als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden werden kann. Neu ist die Möglichkeit der CO2-Endoskopie. Hierbei wird anstelle von Raumluft Kohlendioxid bei der Darmuntersuchung verwendet. Da Kohlendioxid den Darm äußerst schnell verlässt, hat der Patient nach der Untersuchung in der Regel keine Bauchbeschwerden.
Sanfte Darmreinigung
Entscheidend für die optimale Darmuntersuchung ist es, dass der Dickdarm sehr gut gereinigt ist. Dafür nutzen wir verschiedene Abführmittel, um bei jedem Patienten individuell eine möglichst gute Darmreinigung zu erzielen.
» Vorbereitung Koloskopie Clensia®
» Vorbereitung Koloskopie Clensia® (Frühtermin, bis 10 Uhr)
» Vorbereitung Koloskopie Citrafleet® (Frühtermin, bis 10 Uhr)
» Vorbereitung Koloskopie Citrafleet® (Termin zwischen 10 und 14 Uhr)
» Vorbereitung Koloskopie Citrafleet® (Spättermin, nach 14 Uhr)
Magen-Botox
Es gibt die Möglichkeit durch eine endoskopische Therapie mit Botolinum Toxin (500 IE Dysport®) im Magen das Gewicht zu reduzieren. Dazu wird unter einer Propofol Kurzarkose eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt und das „Magenbotox“ an 20 genau definierten Stellen fraktioniert injiziert.
Die resultierende „Lähmung“ der Magenmuskulatur und der postulierte Einfluss auf das „Hungerhormon“ Ghrelin im Fundus führt zu einer Verzögerung der Magenentleerung, zu einem Sättigungsgefühl und dadurch zu einer Gewichtsabnahme bei entsprechender Diät (Zeitraum ca. 6 Monate).
Diese Behandlung ist aber nur dann sinnvoll, wenn Sie auch wirklich eine Diät einhalten und sich aktiv bewegen.
Botolinum Toxin wird bekanntlich vielfach in der Medizin und auch bei Magen-Darmerkrankungen wie z.B. der Achalasie und der chronischen Analfissur erfolgreich eingesetzt.
Als relativ neue Methode zur Gewichtsreduktion handelt es sich beim „Magen-Botox“ um eine sogenannte „Off Label“ Anwendung, d.h. es gibt aktuell keine Zulassung von Dysport® für die endoskopische Behandlung von Übergewicht. Deshalb wird die endoskopische „Magen-Botox-Therapie“ nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Magenballon
Durch einen Magenballon kann über sechs bis 12 Monate eine Gewichtsabnahme durch ein schnelleres Sättigungsgefühl unterstützt werden. Angewendet werden kann der Ballon bei übergewichtigen Patienten mit einem Körpermassenindex (BMI) von über 27kg/m² (Informationsblatt Magenballon). Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer ernährungsmedizinischen Beratung in unseren Praxisräumen, um den erzielten Gewichtsverlust lang anhaltend zu sichern. Die Kosten des Magenballons und der Implantation werden nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.
» Magenballon Leitfaden
» Magenballon Flyer
» Magenballon Therapie
Liraglutid/Semaglutid
Saxenda®, Ozempic® (bzw. Wegovi®) sind Medikamente, die auch die Magenentleerung verzögern, Sättigung erzeugen und das Hungergefühl senken können.
Wir können diese Medikamente im Vorfeld bzw. in Kombination mit der endoskopischen Magen-Ballon Therapie bei Adipositas einsetzen.
Auch diese Therapie wird bei uns von den Krankenkassen nicht übernommen und ist somit eine Selbstzahlerleistung.


